Die Grundausstattung

10 Dinge, die der Bäcker haben sollte

Die Lust am Backen ist wunderbar! Hat man sie erst einmal entdeckt, hilft sie wunderbare Kuchen, Torten und Muffins hervorzubringen. Diese Lust ist das wichtigste überhaupt. Es ist wie bei allem anderen. Hast du Lust, dann wird’s auch was. Also:

Grundausstattung Nummer 1 – Die Lust und der Wille am Backen

Krümelmonster~Muffin
Krümelmonster~Muffin

Nicht nur die Lust am Backen, auch der Wille es immer wieder zu versuchen. Nichts ist auf Anhieb perfekt. Gerade, wenn ihr einmal mit Buttercreme und dem Aufspritzen anfängt, werdet ihr feststellen, dass die erste Haube wohl ganz schön in die Hose gehen wird. Es braucht Übung! Aber ihr werdet sehen: Irgendwann, wenn ihr mit dem Einfachen durch seid, werdet ihr das Schwierige schaffen wollen.

Und wenn der Kopf bereit ist, dann sollte es die Küche auch sein!

Nun also die große Frage: Was brauche ich zum Backen?

Im Prinzip ist es einfach: Erst einmal einen Backofen. Ein Handrührgerät wäre für den Anfang auch nicht schlecht, ein paar Schüsseln verschiedener Größen und vielleicht auch ein Teigschaber und ein Backpinsel.

Sicher, das klingt jetzt primitiv, aber so einfach ist es nun mal! Ich erzähl euch kurz ein wenig über mich:

Ich war Schülerin, als ich mit dem Backen begonnen habe. Ich wohnte bei meinen Eltern und deren Küche bot mir neben ein paar Backformen genau das. Meine Mutter ist eine grandiose Plätzchenbäckerin also war es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis sie mich ansteckte und ich die Küche (so lange es ums Backen ging) zu meinem Revier erklärte.

Ich kann euch also versichern, dass es nicht mehr braucht. Zumindest nicht für den Anfang.

Die Grundausstattung:

Nummer 02: Backofen

Einen Backofen hat sicher jede Küche. Ich selber habe 20160312_171510zumindest noch nie eine Küche ohne einen Ofen gesehen. Aber und das ist wichtig: Jeder Ofen ist ein bisschen anders. Es kann sein, dass das gleiche Rezept in euren Öfen schneller fertig ist, als in meinem. Deshalb empfehle ich auch die Holstäbchenprobe. An sich braucht es zum Backen nicht zwingend einen Holzstab, aber er kann ungemein hilfreich sein. Ohne bleibt euch nur, dem Rezept und der Backzeit, sowie eurem Ofen zu vertrauen.

Nummer 03: Handrührgerät

20160312_165249Rührgeräte sind meiner Meinung nach Geschmackssache. Ich habe schon mit billigen und teureren Geräten gearbeitet und kann mich bei keinem beklagen. Vielleicht hatte ich hierbei aber auch einfach nur Glück. Klar wird es wie bei jedem Gerät technische unterschiede geben. Es bleibt bei euch, euch gut über das Gerät zu informieren, bevor ihr euch eines zulegt. Vielleicht habt ihr aber auch schon eines, dann umso besser.

Mir ist es persönlich einfach lieb, wenn es nicht so globig ist und ein schönes Design hat.

Nochwas, auch wenn die Rührhaken eines Gerätes meist öfter zum Tragen kommen, auch Knethaken sind nicht zu unterschätzen!

Nummer 04: Rührschüssel

Beim Backen ist es so: Wenn erstmal alle Zutaten gesammelt vor einem liegen und es ans Rühren kommt, dann fragt man sich erstmals: „Welche Schüssel bietet genügend Platz und welche hat ein geeignetes Material?“.

20160312_165342

Ein Tipp: Metall auf Metall ist nie eine gute Wahl. Allein der Geräuschpegel…. Ich schlage vor eine größere Kunststoffschüssel zu nehmen. Eine die innen keinen Übergang hat. Dort Sammeln sich sonst Reste und außerdem können die Rührhaken dort hängen bleiben. Eine Kunststoffschüssel ist zudem nicht so laut, für mich die bessere Wahl.

Von der Größe der Schüssel her, ist es ganz nett, wenn für den Fall der Fälle auch die doppelte Menge Teig hineinpassen würde, dass bleibt aber, je nachdem für wen ihr den Kuchen backen wollt, euch überlassen.

Nummer 05: Eine hohe Rührschüssel und weitere Schüsseln

20160320_102903

Rührschüsseln erfüllen viele Funktionen! Es gibt hier nicht nur die klassische breite, sondern auch die hohe Rührschüssel. Diese ist schmal und geht eben mehr in die Höhe. Wichtig, wenn man Sahne oder Eischnee schlagen will/muss.

Und außerdem:

Oft heißt es in einem Rezept „Fügen sie nacheinander 20160312_165652hinzu….“. Jetzt bleiben euch zwei Möglichkeiten. Erstens ihr stellt eure große Rührschüssel immer wieder auf die Wage oder aber zweitens ihr wiegt die Zutaten schon im Vorfeld alle in kleinere Schüsseln ab. Ich bin weder Fan vom einen noch vom anderen. Ich würde nie alle Zutaten extra abwiegen (Die ganzen Schüsseln, die gesäubert werden müssen O_O), aber….  ich bin auch ein Mensch, der das Mehl und den Puderzucker siebt. (Warum oder ob man das tun muss könnt ihr hier nachlesen). Auch gebe ich das Mehl gern stück für stück in den Teig, dadurch fliegt es mir nicht um die Ohren, wenn ich es dann mit dem Rührgerät unter rühre.

Ich schlage auch Eier getrennt vom Teig in einer Tasse oder kleinen Schüssel auf. Es ist einfach ärgerlich, wenn man den Teig wegwerfen muss, nur weil man ein schlechtes Ei erwischt hat. Ohne ein paar zusätzliche Schüsseln werdet ihr wohl nicht auskommen.

Nummer 06:Die Waage

Eigentlich gibt es hier nicht viel zu sagen, außer: ich mag digitale Waagen viel mehr als diese altmodischen Dinger, die man noch zurückdrehen muss, wenn man eine Schüssel drauf stellt 😀

Nummer 07: Teigschaber

20160312_170252Ihr habt hier die Wahl zwischen einer Teigkarte und einem Teigschaber mit Stiel. Bei einem Hefeteig habe ich zum Zusammenkratzen lieber eine Karte in der Hand. Beim Rührteig der ja flüssiger ist, wie der Hefeteig, ist mir Die Stiel-Variante lieber. Im Grunde würde ich euch raten, legt euch beides zu, am Besten aus Silikon. Das passt sich noch ein wenig an eure Schüssel an.

Nummer 08: Backpinsel

20160312_170208

Borsten oder Silikon? Silikon!!! Einfach der Langlebigkeit wegen. Borstenpinsel haaren nach einiger Zeit und müssen ersetzt werden. Das blöde (und ärgerliche) die Haare merkt man oft erst beim Dekorieren oder noch schlimmer erst beim Essen. Außerdem lassen sich die Silikonpinsel einfacher reinigen.

Nummer 09: Backform

Backformen gibt es in zig verschiedenen Formen. Jede ist irgendwie cool und jede kann man sicher irgendwann mal gebrauchen, aber jede braucht auch Platz und jede kostet auch Geld und dass oft auch nicht wenig. Legt euch erstmal die beiden Grund formen zu. Einmal die runde Backform mit zwei Einsätzen und einmal die klassische Kastenform. Daraus könnt ihr schon eine Menge machen und der Rest, kann nach und nach kommen.

20160312_171039

Nummer 10: Kuchenrost

Wenn ihr nicht schon einen habt, dann solltet ihr euch mit als erstes einen Kuchenrost zulegen. Der Kuchen kühlt darauf besser aus. Er schwitzt nicht und saugt das Wasser bzw. den Dampf nicht ein. Ohne Kuchenrost hat der Kuchen am Rand oft so eine komische Konsistenz.